Hänsel und Gretel

Das war ein spannender Herbst! Die Arbeit an dem neuen Buch war eine phantastische Reise. Ich habe zehn Wochen lang konsequent jeden Tag eine Zeichnung gemacht. Und es war absolut faszinierend, wie sich die Geschichte unter meinen Händen entwickelte. Kunst hat ja immer auch ein Eigenleben. Manche Dinge wollen hartnäckig ganz anders sein als vorgesehen. Gut, dann dürfen sie auch her. Andererseits hatte ich die Stichworte einzubinden. Das gab dann oft ganz überraschende Wendungen. Manche Lösung musste schon drei Bilder vorher eingefädelt werden. Andere lebten vom Überraschungseffekt: Umblättern – ui, das Lebkuchenhaus! Und dann: Die Hexe! Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.

Hänsel wird eingesperrt

Aber damit ist die Arbeit nicht zu Ende. Jetzt muss man Prospekte gestalten und einen schönen, persönlichen Werbebrief. Kontakt zur Zeitung aufnehmen, die Werbetrommel rühren. Verpackungen ausprobieren, Porto berechnen, Rechnungen schreiben. Viel Arbeit, und doch so befriedigend. Und es läuft! Ich hatte ein sehr erfreuliches Weihnachtsgeschäft.

Nur eines werde ich nicht mehr so machen: Wenn ich wieder im Herbst mit einem Buchprojekt beginne, warte ich mit der Veröffentlichung bis zum Frühjahr. Zeichnen ist das Eine. Und die Drucklegung zum 15. November habe ich tadellos geschafft. Aber alles, was danach kam, brachte mich doch sehr nahe an den Weihnachtsmarkt… Man muss es ja nicht übertreiben.

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