Flipcharts

Ganz kurzfristig bittet mich meine BNI-Kollegin Karin Koevi, Flipchart-Blätter für ihre Hauptpräsentation zu zeichnen. Die Zeit ist knapp, denn ich will eigentlich in Urlaub fahren. Am vorletzten Tag bringt sie mir ihr Skript: Sehr sorgfältig ausgearbeitet, mit speziellen Bilderwünschen. Sie ist Hotelberaterin und macht auch Mystery-Checks, das sind anonyme Hotel-Test. Für Vier-Sterne-Hotels ist das Vorschrift.

Im Urlaub regnet es erst mal fünf Tage. Also ist Zeit zum Zeichnen. Ich rolle die riesigen Blätter auf dem Tisch hin und her, entwickle ein Gespür für Blattaufteilung und Fernwirkung. Hotelberaterin – da braucht es verschiedene Hoteltypen. Schlosshotel, Business-Hotel, Campingplatz, Ferienwohnung, Bruchbude: Jeder kann von einer Hotelberaterin profitieren.

Die Skizzen für die Bilder werden runder. Der Mystery-Chek schreit nach einem Gespenst! Was fürchtet ein Hotelier? Ungeziefer, verdorbene Lebensmittel, knappe Kasse, unhöfliches Personal. Karin Kövi wünscht sich den Massage-Test – ich füge die Ratte mit der rosa Schnauze dazu. Am Schluss sind es neun Blätter. Genau richtig für einen 10-Minuten-Vortrag.

Ich durfte die Präsentation live miterleben: Es war, wie man auf gut bayerisch sagt, eine Schau! Wir hatten das Auditorium komplett in der Tasche. Jetzt weiß jeder, was Karin Kövi macht: Hotelberatung und Mystery-Check! Und jeder hat die Geldsäcke vor Augen, die vielen Koffer, das Expertenteam – und das Gespenst mit der Mängelliste.

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