Ich lerne Modellieren

Ich habe eine neue Leidenschaft gefunden: das Modellieren. Von meinem Lehrer Friedrich Hechelmann hab ich ja gelernt: „Zeichnen Sie, was Sie sehen!“ Mit Puppen und einzelnen Drachenmodellen habe ich es schon ausprobiert, aber jetzt gehe ich richtig in die Vollen: Ich modelliere zuerst, was ich haben will, und male es anschließend. Das ist eine äußerst befriedigende Erfahrung! Modellieren ist viel einfacher, als ich gedacht habe. Natürlich dauert es, bis man die Technik heraus hat. Aber man lernt unglaublich viel dabei. Ein Gesicht, einen Körper selbst zu modellieren, hinterlässt einen viel tieferen Eindruck, als ihn nur zu malen. Und das Dreidimensionale der Körper, Licht und Schatten kann ich mir nie wirklich überzeugend „ausdenken“, das muss ich schon sehen. Außerdem kann man hinterher beim Malen einzelne Fehler unauffällig korrigieren.

Bei einer Sitzung hatte ich kein „richtiges“ Material für die Hautfarbe. Nur einen viel zu weichen Ersatz, der ständig wieder aus den Fugen geriet. Die Personen wurden also sehr „charakterstark“ mit ihren verformten Gesichtern. Aber beim Malen konnte ich schiefe Münder in bezauberndes Lächeln umgestalten und schräge Blicke in einen fröhlichen Augenaufschlag.