Postcrossing

Ein Newsletter meiner Lieblings-Druckerei bringt mir eine bezaubernde Idee: Postcrossing! Das ist eine Gemeinschaft von Postkarten-Liebhabern auf der ganzen Welt. Man zieht beliebig eine Adresse aus dem Hut und schreibt eine fröhliche Karte dorthin. Und wenn deine Karte dort ankommt, wird deine eigene Adresse freigeschaltet, und jemand anderer schreibt dir. Also nicht „zurück“, was ja für den Empfänger immer einen gewissen Druck bedeutet. Sondern der nächste, der grad Lust zum Schreiben hat, kriegt deine Adresse. Herrliche Idee, wieso habe ich das nicht schon vor 10 Jahren gefunden? Grad ist Jubiläum!

Jetzt schicke ich meine Postkarten um die ganze Welt. Nach China und Russland sind schon welche unterwegs, nach Taiwan und Weißrussland, zwei in die USA und zwei nach Deutschland. Und Diana aus Portugal hat schon sehr herzlich per Mail geantwortet. Das Ganze ist so nett! Ich kann wieder Postkarten schreiben – sie gehen an Leute, die sowas schätzen – meine Bilder werden gesehen – es kostet nichts, nur Porto – und ich kriege auch mal wieder echte, weit gereiste Post.

Der große Postkartenständer in meinem Flur ist wie eine kleine Ausstellung, ich freue mich jedesmal, wenn ich an ihm vorbeigehe. Jetzt kann ich für jeden Postcrosser, den ich „ziehe“, eine für ihn passende Postkarte aussuchen. Und ich hab endlich Verwendung für mein Englisch! Ich hab sofort meine Karten mit den Comic-Drache, die mit den coolen Sprüchen, nochmal in englisch drucken lassen: Natürlich bei der Druckerei, die mich auf diese Idee gebracht hat. Das haben sie verdient! Und jetzt: „Come to Mom, sweetie!“